Archiv der Kategorie: Alstertal

Nun geht es los! Im Februar beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Saseler Marktes

Das Bezirksamt Wandsbek teilt mit, dass im Februar die Bauarbeiten für die Neugestaltung des Saseler Marktes beginnen. Damit geht der Umbau nun in die finale Umsetzung, auf die Sasel schon sehr lange wartet.

„Wir freuen uns sehr, dass die Bauarbeiten im Februar starten. Der Umbau des Marktplatzes hatte und hat für uns Top-Priorität. Nach jahrelanger intensiver Planung und Abstimmung unter Einbindung der Saseler Bürger, Vereine, Institutionen und Politik kann jetzt endlich mit der Umsetzung begonnen werden“, betonen der Saseler SPD-Vorsitzende Martin Wettering und der Saseler Bezirksabgeordnete André Schneider.

Trubel in der Ladengasse: Nach dem Umbau wird alles übersichtlicher.

Die corona- und haushaltsbedingten Verzögerungen im letzten Jahr waren sehr ärgerlich. Gerade weil Vorbereitungen zum Umbau bereits stattgefunden hatten, war der Schwebezustand des Projektes eine große Herausforderung für Sasel. Die SPD Sasel hat sich in direkten Gesprächen mit Verwaltung und Entscheidungsträgern für einen schnellstmöglichen Umsetzungsbeginn eingesetzt. 

Unterstützung durch die Landes- und Bundespolitik: Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und die SPD-Bundestagsabgeordnete Dorothee Martin am Saseler Markt.

Für die Baumaßnahme sind nach Aussage des Bezirksamtes etwa 10 Monate angesetzt. Zeitliche Unsicherheiten liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bei möglichen Schlechtwettertagen und der aktuellen Situation bei der Materialbeschaffung.

Der Saseler Markt sowie die angrenzenden Straßen sollen ab Februar in mehreren Bauabschnitten umgebaut werden. Das Bezirksamt stellt dabei sicher, dass während der Bauarbeiten der Wochenmarktbetrieb aufrechterhalten werden kann. Begonnen wird in der Bauphase 1 mit dem östlichen Bereich vor der Geschäftszeile, die weiterhin erreichbar bleibt. Bauphase 2 soll sich im April mit dem Umbau der Marktplatzfläche anschließen, deren Fertigstellung für August vorgesehen ist. In Bauphase 3 wird ab August dann die westliche Ladengasse bis zur Kunaustraße bearbeitet. Bis Ende November sollen in einer vierten Bauphase auch alle restlichen Arbeiten im Umfeld abgeschlossen sein.

Der Saseler Markt erhält einen einheitlichen Oberflächenbelag, eine Promenade mit Baumallee, einen Parkplatz und einen autofreien Bereich mit einrahmenden insektenfreundlichen Staudenbeeten. Es entstehen 87 Parkstände, 81 Fahrradbügel, 6 Abstellmöglichkeiten für Lastenräder sowie eine StadtRAD-Station für 16 Leihräder. Auch die Entwässerung des Platzes wird durch technische Einrichtungen neu gestaltet und die Beleuchtung erneuert. Zudem werden eine neue Energieversorgung sowie zwei Frischwasserentnahme- und zwei Schmutzwasserentsorgungsstellen installiert.

In Vorbereitung für die Bauarbeiten wurden in 2020 und 2021 Versorgungsleitungen umgelegt und 35 Bäume gefällt, die durch 37 klimaresistente, einheimische Ahorn-Bäume ausgeglichen werden. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Saseler Marktes betragen rund 4,4 Millionen Euro.

Rechtzeitig vor Baubeginn werden die Anliegerinnen und Anlieger mit einem Informationsschreiben informiert. Ergänzend werden die wichtigsten Informationen zur Baumaßnahme auch auf der bezirklichen Internetseite https://www.hamburg.de/wandsbek/strassenbaustellen/ veröffentlicht.

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Gedenken am Volkstrauertag

Volkstrauertag – die SPD Sasel gedenkt wie jedes Jahr der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Ehrenmal im Saseler Park, sowie am Gedenkstein zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Sasel.

Die traditionelle Gedenkveranstaltung der Arge Sasel zum Volkstrauertag am Ehrenmal im Saseler Park konnte auch in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie leider nicht in gewohnter Weise stattfinden. 

Wie im letzten Jahr rief die Arge Sasel dazu auf, dass Vereine und Institutionen aus dem Stadtteil ggf. in eigener Verantwortung und Zeitplanung Kränze oder Gestecke mit einer Schweigeminute am Volkstrauertag am Ehrenmal niederlegen und den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken.

Totengedenken

Wir denken heute
an die Opfer von Gewalt und Krieg,
an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken
der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,
der Menschen, die durch Kriegshand­lungen oder
danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und
Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die verfolgt und getötet wurden,
weil sie einem anderen Volk angehörten,
einer anderen Rasse zugerechnet wurden,
Teil einer Minderheit waren oder deren Leben
wegen einer Krankheit oder Behinderung
als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,
die ums Leben kamen, weil sie Widerstand
gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,
und derer, die den Tod fanden, weil sie an
ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern
um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage,
um die Opfer von Terrorismus und
politischer Verfolgung,
um die Bundeswehrsoldaten und
anderen Einsatzkräfte,
die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,
die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind.
Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus,
Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.

Wir trauern mit allen,
die Leid tragen um die Toten und
teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der
Hoffnung auf Versöhnung unter den
Menschen und Völkern,
und unsere Verantwortung gilt dem
Frieden unter den Menschen zu Hause
und in der ganzen Welt.

Quelle: https://gedenkportal.volksbund.de/gedenktage/volkstrauertag/totengedenken

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Nahversorgung am Saseler Markt erhalten und stärken

Die Saseler Sozialdemokraten sprechen sich für den Erhalt und die Stärkung des Nahversorgungsstandortes Saseler Markt aus. Neben dem bereits beschlossenen Umbau des Saseler Marktes, der in diesem Jahr beginnen soll, gehören dazu auch konkrete Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandel vor Ort.

Nach einem NDR-Beitrag vom 16. Juli, nach dem ALDI plant, einen neuen Discounter im Waldweg zwischen Sasel und Volksdorf anzusiedeln, gibt es Befürchtungen, dass der ALDI-Standort im Ortszentrum aufgegeben werden könnte.

„Diese Entwicklung sehen wir mit großer Sorge. Zum einen sehen wir Probleme für die kleineren Geschäfte am Standort Saseler Markt. ALDI ist einer der großen Frequenzbringer – wenn der Standort aufgegeben werden sollte, würden sehr wahrscheinlich weniger Leute die anderen Geschäfte am Saseler Markt besuchen. Zum anderen stellen sich mit dem in Rede stehenden neuen Standort am Waldweg viele Fragen“, so der Saseler SPD-Vorsitzende Martin Wettering.

Neben den möglichen negativen Auswirkungen auf den Standort Saseler Markt sieht die SPD Sasel vor allem verkehrliche Probleme mit einem Discounterstandort am Waldweg. Dazu zählen Anlieferverkehre ebenso wie eine weitere Verkehrszunahme. Befürchtet werden vor allem Beeinträchtigungen durch zusätzlichen Verkehr in den umliegenden Wohnstraßen mit allen Konflikt- und Gefahrenpotenzialen, die sich daraus ergeben können.

„Der Waldweg ist baurechtlich ein Mischgebiet und glänzt bereits mit einigen kleineren Gewerbebetrieben und Einzelhandel. Unserer Meinung nach passt ein großer Discounter an der Stelle aber nicht hin. Über Wohnungsbau kombiniert mit kleineren Gewerbeeinheiten kann man sicherlich reden. Das würde sich gut einfügen. Wir sollten stattdessen eher die Entwicklungspotenziale am Saseler Markt noch einmal ins Auge fassen und dort für eine Stärkung der ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden sorgen“, so der SPD-Bezirksabgeordnete André Schneider.

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Aller Widrigkeiten zum Trotz: der Umbau des Saseler Marktes kommt

Die gute Nachricht vorab: Der Umbau des Saseler Marktes kommt, auch wenn vor kurzem wieder einmal alarmistische Fragen zum Stand des Umbaus des Marktes kursierten. Angekündigt war der Beginn des Umbaus erst für das Frühjahr, dann für den Herbst 2021 – nach Abschluss der Haushaltsberatungen in der Hamburgischen Bürgerschaft Anfang Juni ist nun klar: es kann noch in diesem Jahr losgehen, wenn die Ausschreibungen vom Bezirksamt zeitnah auf den Weg gebracht werden können.

Seit dem Abschluss der Planungsphase liegen die Umbaupläne fertig vor. Sie wurden der Öffentlichkeit vorgestellt und politisch von der Bezirksversammlung Wandsbek bestätigt. Dem vorausgegangen war ein langer und intensiver Planungsprozess unter Beteiligung von lokalen Akteuren, Vereinen, Institutionen, Politik und Öffentlichkeit.

Die Saseler Sozialdemokraten haben sich seit Beginn der ersten Umbauideen für den Umbau des Saseler Marktes eingesetzt. Unsere Abgeordneten in der Bezirksversammlung Wandsbek haben das Projekt Saseler Markt durch ihr Engagement in den Ausschüssen intensiv begleitet und durch ihre Beschlüsse umsetzungsreif in die Hände der Verwaltung gelegt. Wir haben uns gerade in den letzten Wochen nochmal intensiv durch direkte Gespräche mit den maßgeblichen Entscheidungsträgern in der Verwaltung für einen schnellen Umsetzungsbeginn stark gemacht. „Der Umbau des Marktplatzes hat für uns Top-Priorität“, betonen der Saseler SPD-Vorsitzende Martin Wettering und der Saseler Bezirksabgeordnete André Schneider.

Doch weshalb dauert es nun wieder länger: Der Doppelhaushalt 2021/2022 wurde coronabedingt erst Anfang Juni beschlossen, bis dahin konnte die Verwaltung keine Ausgaben tätigen, die den Regelbetrieb der Stadt nicht betreffen.

Wer die Berichterstattung der letzten Monate über die steigenden Preise der Baustoffwirtschaft verfolgt hat, konnte ahnen: Kostensteigerungen betreffen auch alle öffentlichen Bauprojekte. Naturgemäß muss es dann zu Neuberechnungen kommen – das betrifft die „Haushaltsunterlage Bau“ auf deren Grundlage erst eine öffentliche Ausschreibung vorgenommen werden kann. Nachforderungen des Bezirksamtes müssen bei der Fachbehörde angemeldet werden, die über diese Ausgaben entscheiden muss. Das bedeutet einen zusätzlichen Abstimmungsbedarf, der auch erst nach dem Haushaltsbeschluss der Bürgerschaft stattfinden kann.„Wir hätten uns eine aktivere Kommunikation von Seiten der Verwaltung gewünscht. Aber für Corona und die damit verbundenen Verzögerungen kann die Verwaltung nichts. Daher ist unbegründeter Alarmismus nicht angebracht. Zudem helfen uns jetzt zusätzliche Nachforderungen wie z. B. die nach einer öffentlichen Bemusterung von Pflastersteinen oder gar eine Begutachtung der zu pflanzenden Bäume nicht. Es muss, wie es bereits beschlossen wurde, in die Umsetzung gehen. Darauf haben alle Saselerinnen und Saseler einen Anspruch. Wir wünschen uns nichts mehr als eine zügige Umsetzung des so wichtigen Projekts“, erklären Wettering und Schneider.

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Mitmachprojekt Energiewende: Häuser sanieren, Fördermittel nutzen, Klima schützen – Digitale Veranstaltung am 22. April

Nicht nur die jungen Leute rund um Fridays For Future wollen die Klimawende aktiv vorantreiben. Inzwischen ist bei fast allen angekommen, dass es nur durch proaktives Handeln möglich ist, die beschlossenen Klimaziele zu erreichen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die energetische Sanierung von bereits bestehenden Häusern. Die Stadt Hamburg hat zusammen mit dem Bund eine Reihe von Programmen aufgelegt, um Hausbesitzer zum Mitmachen zu bewegen. Jede und Jeder soll durch Fördermittel motiviert werden, einen eigenen Betrag zum Klimaschutz zu leisten. Dabei geht es um Wärmedämmung, neue Fenster, Solaranlagen auf Dächern, innovative Heizsysteme und vieles mehr. 

„Klimaschutz ist nur nachhaltig, wenn alle mitmachen können.“, betont der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Fachsprecher für Umwelt, Klima und Energie Alexander Mohrenberg, „Der Gebäudesektor steckt voller Potentiale für die Energiewende – hier müssen wir die Einstiegshürden nehmen. Dann zahlt sich die Sanierung aus: Fürs Klima, für den Geldbeutel und für die Handwerker von Nebenan.“ 

Aber wie und wo bekomme ich Beratung und Unterstützung? Wie kann ich öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen, wenn ich die Sanierung meiner eigenen vier Wände angehen will? Um diese Fragen zu klären, lädt die SPD Sasel am 22. April um 19.30 Uhr zur Online-Diskussionsrunde unter dem Motto „Mitmachprojekt Energiewende: Häuser sanieren, Fördermittel nutzen, Klima schützen“ ein. 

Neben Alexander Mohrenberg werden die Freie Energieberaterin und Architektin Helga Schlanze-Hünerbein aus Sasel sowie Matthias Ederhof von der Solaroffensive Hamburg vom Energienetz Hamburg teilnehmen und einen Überblick über das Förder-Instrumentarium geben und praktische Tipps geben sowie die dringendsten Fragen zum „Wie fang ich’s an?“ beantworten.

Eine Anmeldung erfolgt bitte per E-Mail an info@spd-sasel.de. Der Link zur Zoom-Veranstaltung wird dann zugeschickt.

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Expert*innen-Talk zur Digitalisierung der Hamburger Schulen

Für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen ist die Corona-Zeit mit einem monatelangen Spagat zwischen Home-Schooling und Home Office extrem herausfordernd. Die Pandemie hat nahezu alles in der Schulgemeinschaft auf den Kopf gestellt, was für Jahrzehnte als gesetzt galt. Gleichzeitig haben uns die letzten Monate den immensen Nachholbedarf bei der Digitalisierung unserer Schulen gezeigt. Auch wenn vieles bereits angestoßen ist: Die digitale Weiterentwicklung und Ausstattung von Schulen bleibt auch nach der Coronakrise ein zentrales gesellschaftliches Thema.

Aus diesem Grund lädt die SPD Sasel am 24. März um 19:30 Uhr zur Online-Diskussionsrunde „Der Weg zur Digitalisierung an Hamburger Schulen“ ein.

Neben Dora Heyenn, der Landesvorsitzenden der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, werden Digitalisierungsexperten sowie Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter*innen Ihre Sichtweisen und Einblicke teilen. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung erfolgt per Email an info@spd-sasel.de. Der Link zur Zoom-Veranstaltung wird dann zugeschickt.

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BLICKPUNKT SASEL Nr. 10 ist da!

Die dritte BLICKPUNKT SASEL-Ausgabe des Jahres 2020 liegt vor. Sie können diese und auch alle Vorgängerausgaben bequem hier nachlesen. Die aktuelle Ausgabe finden Sie in diesen Tagen aber auch in Papierform in ihrem Briefkasten zuhause. Wir wünschen angeregte Lektüre.

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Doro ist da: Bürgersprechstunde am Infostand am 8. August am Saseler Markt

Dorothee Martin, MdB

Die SPD Sasel und die Bundestagsabgeordnete Dorothee Martin laden am Sonnabend, den 8. August in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zum Bürgergespräch am Infostand vor Edeka am Saseler Markt ein.

Mit dabei sind auch die Kommunalpolitiker André Schneider (Bezirksversammlung Wandsbek) und Kerstin Steden-Vagt (Regionalausschuss Alstertal).

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BLICKPUNKT SASEL – was uns Saseler bewegt

Önder Kadak, Café Pause im Sasel-Haus

Kann sein Café Pause im Sasel-Haus wieder öffnen: Önder Kadak.

„Mich als Gastronom hat natürlich erstmal der finanzielle Aspekt besondert hart getroffen. Ich hatte ca. 2 Monate zu und das leider auch noch zur besten Saison (März-Juli), da wir traditionell zu dieser Zeit die meisten Veranstaltungen durchführen. Die Schließung des Sasel-Hauses, die gleichbedeutend mit dem Ausfall aller Angebote ist (Sportkurse, Sprachkurse, Kleinkunst, Konzerte und Messen), trifft mich sehr hart.

Überrascht bin ich über die Unterstützung meiner Gäste. Regelmäßig hatte ich kleinere Beträge in Umschlägen (mit mutmachenden Notizen) in meinem Briefkasten. Das ist einfach überragend! Auch der TSV Sasel hat mich unterstützt und somit wieder einmal bewiesen, wie wichtig ein Stadtteilverein für uns ist. Großen Respekt! Auch die Politik hat Ihren Job erledigt und Kleinunternehmer wie uns unterstützt.

Ich hätte mir aber durchaus mehr Kommunikation seitens der Politik, wie auch der Saseler Gewerbetreibenden gewünscht.

Unter den Saselern generell habe ich guten sozialen Zusammenhalt festgestellt und hoffe, dass wir in der Post-Corona Zeit genauso miteinander agieren.“

Robert Plambeck, Friseurmeister in Sasel

Neue Frisur nur mit Schutzvisir: Robert Plambeck freut sich auf seine Kunden.

„Die Schließung des Geschäfts, die finanziellen Einbußen, die Auflagen nach der Wiedereröffnung und die Sorge um die Mitarbeiter, die in Kurzarbeit arbeiten haben mich besonders betroffen. All das ging mir auch persönlich an die Nieren.

Viele Kunden waren geduldig und sehr großzügig, aber leider gab es auch Probleme da wir nach der Wiedereröffnung nicht alle Kunden kurzfristig bedienen konnten.

Die Gelder zur Unterstützung sind dankenswerterweise alle geflossen, es dauerte teilweise sehr lange und war schwer nachvollziehbar. Eine bessere Kommunikation hätte geholfen mir die Sorgen und Unsicherheit zu nehmen.

Durch die Abstandsregelungen im Salon müssen meine Mitarbeiter weiter in Kurzarbeit arbeiten, es fehlen trotz Ausweitung der Öffnungszeiten ca. 30% – 40% der Umsätze, Ich wünsche mir daher die Aufhebung der Abstandsregelungen bei weiterer Mundschutzpflicht für Mitarbeiter und Kunden. Der eingeschränkte Betrieb kann auf Dauer nicht funktionieren. 

Ich hoffe der gelebte Zusammenhalt unter den Saselern wird auch nach der Corona Zeit bestehen bleiben.“

Jens Beiner, Bloch & Beiner Käse und Wurstspezialitäten, Saseler Wochenmarkt

Jens Beiner von Bloch & Beiner lobt die Unterstützung der Politik.

„Die ganze Krise hat mich eher positiv getroffen. Das liegt primär auch daran, dass ganz am Anfang der Bürgermeister den Kunden gleich erklärt hat, dass Einkaufen an der frischen Luft deutlich gesünder ist, als in Supermärkten oder geschlossenen Räumen.

Das ist für uns wirklich richtig toll gewesen. Wir erleben in dieser ganzen Corona-Zeit einen massiven Zuspruch der Kunden. Davon sind wir wirklich sehr angetan. Und dann bemerken wir, dass das Geschäft sich vom Wochenende wieder in die Woche verlagert, zumindest ein bisschen, das führen wir auf Homeoffice zurück.

Als Wochenmarkthändler sehe ich die Situation im Moment ganz positiv. Auch weil wir von der Politik, insbesondere hier in Hamburg, unterstützt werden. Ich glaube das will der Bürgermeister hören und das hat er auch verdient.“

Theresa Meyer, Obsthof Meyer Neuenfelde, Saseler Wochenmarkt

Theresa Meyer (zweite von links) und ihr Team und das köstliche Erdbeerenangebot.

„Also erstmal ist unser Geschäft besser geworden. Ich denke, das liegt daran, dass die Leute sich wieder besonnen haben, regionaler einzukaufen.

Am schönsten finde ich, dass die Wertschätzung gestiegen ist, weil wir wirklich nach wie vor immer da waren, immer die Leute mit allem versorgt haben, was wir auch sonst haben. Diese Dankbarkeit zu spüren ist überaus toll.

Dann hört man natürlich viele Geschichten von den Kunden, die einen sehr betroffen machen, wie schlecht es dem einen oder anderen geht.

Die Kunden haben wieder bewusster gegessen, möglichst viele Orangen – das war ja noch zur Apfelsinenzeit im März. Ingwer und sonstige Superfoods waren auf einmal angesagt.“

Ingrid Künzler, Wurst- und Käsespezialitäten, Saseler Wochenmarkt

Verkauft ihre frischen Waren immer mit einem flotten Spruch: Ingrid Künzler.

„Die Kunden haben die Einschränkungen mit viel Verständnis aufgenommen. Die auseinandergezogenen Verkaufsstände und der Mund-/Nasenschutz haben dafür gesorgt, dass der Ein- und Verkauf gut vonstatten gingen.

Das Sprechen durch die Maske führte insbesondere in der Gewöhnungsphase manchmal zu Verständigungsproblemen, die aber durch gezieltes Nachfragen schnell ausgeräumt werden konnten.

Einen Umsatzeinbruch musste ich nicht verzeichnen. Sorge mache ich mir etwas, wenn die Sicherheitsabstände nicht mehr eingehalten werden (müssen).“

Hanna Wettering, Sasel

Hanna Wettering fordert mehr Rücksichtnahme und Achtsamkeit in der Krise.

Krank- ein Wort, was gerade zu Corona Zeiten größtenteils mit körperlich kranken Menschen verbunden wird. Doch bringt diese Pandemie leider nicht nur körperliches Leid mit sich oder verstärkt ein schon vorhandenes Risiko, es kann uns Menschen auch psychisch krankmachen. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen werden durch genau solche unsicheren und neuen Zeiten ausgelöst oder verstärkt.

Meine Freunde haben in der Corona Krise ihr Abitur geschrieben und immer war nur die Rede davon, Ansteckungen zu vermeiden. Stress pur. Viele haben sich freiwillig in Quarantäne begeben, weil sie Angst hatten, das Abi nachschreiben zu müssen.

Gleichzeitig liest man täglich über neue Todesfälle, hat Angst um den Opa im Heim, die Eltern haben plötzlich finanzielle Probleme. Doch fragt sich denn niemand, was das mit uns macht? Unsichtbares Leid schleicht sich schnell bei uns ein, Probleme über die wir immer noch nicht gerne offen reden.

Also lasst uns auf einander zugehen, aufeinander achtgeben. Zusammen können wir das auch überstehen.“

Susann & Mathias Mardt, Eiscafé Bitte mit Sahne

Mathias und Susann Mardt hätten sich eine bessere Kommunikation über behördliche Auflagen gewünscht.

„Wir haben auf unserem ohnehin relativ kleinen Terrassenbereich weniger Tische und Stühle stehen. Wir tragen den Mundschutz den ganzen Tag und es ist wirklich sehr unangenehm. Unser Innenbereich wird leider kaum genutzt. Die Leute sind eher verhalten, weil viele auch keine Kontaktdaten hinterlassen möchten.

Wir haben sehr schnell und spontan einen kurzfristigen Lieferdienst auf die Beine gestellt, als wir nur noch den außer Haus Verkauf bedienen durften. Unsere Kunden haben diesen Dienst, der unter dem Motto „Support your local icedealer“ ausgerufen war, mit so einer überwältigenden Resonanz angenommen, das war unfassbar toll.

Unsere Kunden haben Gutscheine gekauft und sich mit Nachbarn, manchmal ganze Straßen solidarisiert, um bei uns Eis zu bestellen. Das war einfach großartig! Auch unsere Mitarbeiter waren stets zur Unterstützung da! Von der Politik, Stadtteilpolitikern kam nichts! Gewünscht hätten wir uns mehr Kommunikation, da wir uns ständig selbst informieren mussten, welche Auflagen gerade mal wieder aktuell sind, an welche Verhaltensregeln man sich halten muss.

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmal für die großartige Unterstützung unserer Kunden und Mitarbeiter bedanken! Auch ohne unsere Familie, Freunde und Bekannte hätten wir so einiges nicht stemmen können.“

Fraidoon Sadeghi, Azubi im Hospital zum Heiligen Geist

Pflege-Azubi Fraidoon „Ferry“ Sadeghi muss mit einem neuen Arbeitsalltag in der Ausbildung zurechtkommen.

„Für mich ist das Allein-Lernen sehr schwierig. Viele Fragen in den Arbeitsblättern unserer Berufsschule kann man nicht leicht verstehen, wenn man Deutsch nicht als Muttersprache hat. Bei schönem Wetter ist die Versuchung groß, raus zu gehen statt zu lernen.

Wir haben mehr auf der Station gearbeitet als geplant, weil mehr Personal gebraucht wurde. Dadurch haben wir weniger Zeit für die Schule gehabt. Es war gut, dass ich Unterstützung von deutschen Freunden bekam.

Was mir auch gefallen hat war die Wertschätzung durch unsere Bewohner, die um 13.30 Uhr am Fenster standen und für uns geklatscht haben.“

Annemieke Hünerbein, Abiturientin aus Sasel

Hat sich beim Schulsenator für gute Bedingungen bei den Abiturprüfungen eingesetzt: Annemieke Hünerbein.

„Demokratie bedeutet, dass alle Beteiligten gehört werden. In so einer Krise bedeuten alle Beteiligten: auch wir SchülerInnen. Mir wurde von klein auf beigebracht, mich zu emanzipieren und meine Meinung zu vertreten. Ich habe mein Amt als Profilsprecherin in meiner Klassenstufe genutzt, um das Meinungsbild meiner Stufe einzufangen.

Wir haben einen Brief an den Schulsenator Ties Rabe verfasst und ihm konstruktiv rückgemeldet, was uns stört und unter welchen Bedingungen die Abiturprüfungen stattfinden müssen, damit sich alle ausreichend geschützt fühlen.

Ein langes Standardantwortschreiben bekamen wir als Antwort. Frustrierend. Zwar wurde auf unseren Brief im Abendblatt aufmerksam gemacht, doch belustigte sich ein paar Tage später ein Kolumnist über diesen.

Die Krise zerrt an meinen Nerven. Das Abitur ist Stress pur, Unterstützung kommt nur bedingt. LehrerInnen geben sich große Mühe, uns zu unterstützen, doch nicht alle haben die Möglichkeit das auch anzunehmen und umzusetzen. Die Technik ist ein Problem. Doch nur wenige Eltern haben die Zeit, sich gerade auch um jüngere Kinder zu kümmern. Ob ein Durchschnittsabi besser gewesen wäre? Ich denke nicht. Doch in einer Demokratie sollten alle Stimmen gehört werden. Vor allem die der nächsten Generation.“

Friedemann Boltes, künstlerischer Leiter des Sasel-Hauses

Friedemann Boltes setzt auf kreative Konzepte im Sasel-Haus.

„Anfang dieses Jahres feierte eine Kulturinstitution im Alstertal ihr 40-jähriges Jubiläum: das Sasel-Haus. Voller Optimismus und mit ehrgeizigen Plänen schaute der Verein in die nähere und weitere Zukunft. Doch dann kam bekanntlich vieles anders. Wurden zunächst nur einzelne Großveranstaltungen abgesagt, so musste binnen weniger Wochen der gesamte Betrieb heruntergefahren werden.

Wir haben – wie die großen Konzerthäuser und Theater – langfristige Verträge mit Künstlerinnen und Künstlern. Abgesagte Termine nachzuholen ist daher sehr aufwändig. Beim Wiederanfahren des Betriebs ist es vor allem wichtig, dies mit Bedacht zu tun.

Von Seiten des Senats und des Bezirks erfahren wir auch in dieser kritischen Zeit Unterstützung und Wertschätzung. Wir versuchen, auf die Herausforderungen der Krise mit innovativen Konzepten zu antworten, zum Beispiel mit unserem Projekt „Bei Anruf Kunst“.

Mein großer Wunsch ist es, dass die Menschen die Bedeutung und den Wert von Kultur und Begegnung in dieser Zeit neu entdecken – das wäre das Gute im Schlechten!“

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BLICKPUNKT SASEL – Ausgabe 9 – Juni 2020

Anja Quast: Die Politik hat schon immer in meinem Leben eine große Rolle gespielt

Anja Quast ist neue SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und hat ihr Büro in Poppenbüttel.

Nach knapp zwanzig Jahren Kommunalpolitik in der Wandsbeker Bezirksversammlung darf ich nun vor allem die Alstertaler und Walddörfer Interessen in der Bürgerschaft vertreten. Als neu gewählte Abgeordnete habe ich mir meinen Einstieg natürlich anders vorgestellt. Die Corona-Krise macht einen gewohnten parlamentarischen Betrieb jedoch nicht möglich. In meinem Wahlkreis versuche ich, trotz der schwierigen Lage und den Beschränkungen, den Kontakt zu den Menschen zu halten, um zu erfahren, was sie in dieser Zeit bewegt. Dafür biete ich telefonische Sprechstunden an, in denen ich mir Zeit für die Sorgen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nehme. Die jüngere Generation nimmt meine Online-Sprechstunden gerne wahr.

Die nächste Bürgersprechstunde ist am 17.06. von 17 bis 19 Uhr unter Tel. 040-636 714 30.

Um zu hören, welche konkreten Probleme es mit dem Homeschooling gibt, habe ich beispielsweise alle Schulsprecherinnen und Schulsprecher aus dem Alstertal und den Walddörfern zu einer Videokonferenz eingeladen. Als Politikerin und Mutter von drei Kindern ist mir die schwierige Lage der Kinder und Jugendlichen sehr bekannt. Zwölf Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen, darunter das Gymnasium Oberalster in Sasel und die Irena-Sendler-Schule in Wellingsbüttel, berichteten über ihren derzeitigen Alltag.

Die Stimmung ist trotz der ungewöhnlichen Situation überwiegend gut. Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich inzwischen eine gewisse Routine eingestellt. Allerdings berichteten mir die Jugendlichen auch, dass es immer noch Kinder und Jugendliche gibt, die über keine adäquate technische Ausstattung verfügen und damit gegenüber Ihren Klassenkameradinnen und Klassenkameraden deutlich benachteiligt sind. Alle Beteiligten – von der Schulbehörde bis hin zu den Elternund Schülervertretungen – arbeiten hier an einer schnellen Lösung. Größere Sorgen gibt es aber nicht nur bei den diesjährigen Abschlussjahrgängen, sondern auch bei denen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen ablegen müssen. Die Sprecher berichteten davon, dass einige ihrer Schulkameraden mit der hohen Verantwortlichkeit für das eigene Lernen im Homeschooling nicht klar kommen. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Kinder schnellstmöglich in ihre Schulen zurückkehren können.

Als Bürgerschaftsabgeordnete werde ich weiterhin im direkten Kontakt und persönlichen Austausch mit den Menschen bleiben, um zu erfahren, welche Anregungen und Wünsche die Saselerinnen und Saseler ihrer Abgeordneten mit auf den Weg geben möchten.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Fragen zu meiner politischen Arbeit haben. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Ihre Unterstützung.

Anja Quast, MdHB

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