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Meldungen

19.07.2010

Schulreform gescheitert - von Beust zurückgetreten. Die SPD fordert Neuwahlen

Paukenschlag in der ansonsten eher nachrichtenarmen politischen Sommerpause: Nachdem es die Spatzen bereits wochenlang von Hamburgs Dächern pfiffen, erklärte sich der Erste Bürgermeister endlich vor Beendigung der Volksabstimmung über die Einführung der Primarschule am Sonntag und gab seinen Rücktritt vom Amt des Ersten Bürgermeisters zum 25. August bekannt. Mit ihm gehen auch die glücklos agierende Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck und der Chef der Senatskanzlei Staatsrat Dr. Schön.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man auch bereits ahnen, dass der Volksentscheid gegen die Einführung der Primarschule in Hamburg erfolgreich sein würde. Der Landeswahlleiter gab am späten Sonntagabend des amtliche Endergebnis bekannt: Die Vorlage der Volksinitiative "Wir wollen lernen!" ist angenommen. Die Vorlage der Bürgerschaft ist nicht angenommen. Abstimmungsberechtigte: 1.251.686, Abstimmende: 492.057. 276.304 Hamburgerinnen und Hamburger stimmten der Vorlage der Volksinitiative zu, nur 218.065 der Vorlage der Hamburgischen Bürgerschaft. Das Quorum wurde erreicht. In Sasel beteiligten sich 55,4 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung. Im Bezirk Wandsbek lag die Abstimmungsbeteiligung bei 41,6 Prozent, landesweit bei 39,3 Prozent.

Olaf Scholz, der Landesvorsitzende der SPD Hamburg zum Rücktritt von Ole von Beust: "Es kann nicht einfach weitergemacht werden als wäre nichts. Es sollte nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entschieden werden. Das Heft des Handelns liegt nun bei der GAL."

Die Kommentatoren der Landespresse kommen zu einem ähnlichen Schluss. Der NDR findet, dass dem schwarz-grünen Senat die Legitimation fehlt, um weiterzumachen. Das Abendblatt findet, dass die Bürger jetzt neu gefragt werden müssen, wer diese Stadt mit welchen Ideen und welchen Projekten regieren soll: "Die Alternative, Schwarz-Grün unter der Führung von Christoph Ahlhaus zwei Jahre weitertaumeln zu lassen, wäre der verkrampfte Versuch eines 'Zurück zur Tagesordnung"". Ein solches Zurück darf es nach diesem Sonntag, der für das Regierungsbündnis mit einem Totalschaden endete, nicht geben. Es würde nach dem Rücktritt der Identifikationsfigur und dem verlorenen Volksentscheid bedeuten, die Bürger Hamburgs vorsätzlich nicht ernst nehmen zu wollen. Dieser Regierung ist allerdings auch das noch zuzutrauen", schreibt Claus Strunz.

29.05.2010

SPD Wandsbek wählt Kreisspitze

Am 29. Mai hat die Kreisdelegiertenversammlung der SPD Wandsbek den neuen Kreisvorstand gewählt. Als Kreisvorsitzender wurde der Bürgerschaftsabgeordnete Karl Schwinke mit herausragendem Ergebnis bestätigt. Er wird nun unterstützt von den drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden Malte Auer, Elke Badde und Nils Weiland. Zur Kassiererin wurde die Bürgerschaftsabgeordnete Juliane Timmermann gewählt. Den Vorstand komplettieren 18 Beisitzer. Darunter auch der SPD-Distriktsvorsitzende André Schneider.

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