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Arbeitsgemeinschaft 60 plus in der SPD

In einer Reihe von losen Beiträgen, Terminankündigungen und Berichten zu aktuellen politischen Themen mit seniorenspezifischem Hintergrund möchten wir auch die Generation "60plus" stärker einbinden und informieren. Melden Sie sich gerne bei Klaus Jahncke (k.jahncke@spd-sasel.de) oder Volker Kuhlwein (v.kuhlwein@t-online.de) bei Fragen und Anregungen.


Gedenken am 27. Januar 2012

 

Zur Erinnerung an den Holocaust

eine Mahnung von Albrecht Haushofer

 

SCHULD

Ich trage leicht an dem, was das Gericht

mir Schuld benennen wird: an Plan und Sorgen.

Verbrecher wär' ich, hätt' ich für das Morgen

des Volkes nicht geplant aus eigner Pflicht.

Doch schuldig bin ich anders als ihr denkt,

ich musste früher meine Pflicht erkennen,

ich musste schärfer Unheil Unheil nennen

mein Urteil hab ich viel zu lang gelenkt ...

Ich klage mich in meinem Herzen an:

Ich habe mein Gewissen lang betrogen,

ich hab mich selbst und andere belogen.

ich kannte früh des Jammers ganze Bahn.

ich hab gewarnt

nicht hart genug und klar!

Und heute weiß ich, was ich schuldig war ••••

 

In der letzten Nacht der NS-Herrschaft wurden 14 politische Häftlinge des Moabiter Gefängnisses aus ihren Zellen geholt mit der Versicherung, dass sie frei seien. Als die 14 das Gefängnisportal durchschritten hatten, wurden sie von der SS übernommen und nach wenigen Schritten durch Genickschuss hingerichtet. Unter den Toten befand sich Albrecht Haushofer, der in seinen Händen einen geschriebenen Gedichtband hielt, der 1946 unter dem Titel "Morbider Sonette" im Blanvalet-Verlag erschienen ist.


Welche Techniken bis 2020 verschwinden

Eine Exklusivstudie der Leipziger Denkfabrik 2b Ahead zeigt, welche Technologien bis 2020 verschwinden werden – und wie wir stattdessen leben. Texte aus dem Internet unter WIWO.de vom 01.01.11, Texte: Sebastian Matthes

 

Material zum Artikel


Stoppt Westerwelle

Warum es sich für die SPD doch lohnt, zu kämpfen

VON PATRICK HORST

In seinem Beitrag Wahl ohne Kampf (ZEIT Nr. 28/09) stellt Matthias Geis die These auf, dass der SPD jegliche Machtoption für die Bundestagswahl fehle. Deshalb, so seine Folgerung, könne sie nicht kämpfen. Wäre ich Wahlkampfberater der SPD, so würde ich ihm entschieden widersprechen.

Erstens: Selbstverständlich hat die SPD eine realistische Machtoption, sie besteht in der Fortführung der jetzigen Koalition. Schwarz-Rot liegt in der Sonntagsfrage bei 58 Prozent, Schwarz-Gelb nur bei 50, Schwarz-Grün bei 48 Prozent. Zweitens: Um kämpfen zu können, muss die SPD von allen Illusionen Abstand nehmen. Nach elf Jahren Verschleiß in der Regierung ist es ausgeschlossen, dass Steinmeier für die SPD die Wahl gewinnt. Angela Merkel wird Bundeskanzlerin bleiben, aber sie wird einen Koalitionspartner benötigen. Drittens: Merkel und die Union sind nicht der Gegner der SPD. Wenn die CDU nicht gegen ihren Koalitionspartner kämpfen will, so sollte es die SPD auch nicht tun. Viertens: Der eigentliche Gegner der SPD ist die FDP mit ihrem Vorsitzenden Guido Westerwelle. An dieser Front sollten die Sozialdemokraten keine Mühen des Einsatzes und der Zuspitzung scheuen. Das ist die Richtungsentscheidung, um die es aus sozialdemokratischer Sicht geht: Wer 2005 Kirchhof verhindern wollte, muss diesmal Westerwelle stoppen. Mittelfristig gesehen könnte eine »Verhindert Westerwelle- Wahl« nicht nur das linke Lager wieder einigen, sondern auch eine neue Machtoption im Bund für die SPD eröffnen. So wie Genscher1980 in der »Stoppt-Strauß-Wahl« die Voraussetzungen für die bürgerlich-liberale Koalition zwei Jahre später schuf, könnte die SPD mit einer Verhinderung Westerwelles diejenigen unter den Liberalen stärken, die sich aus ihrer sklavischen Abhängigkeit von der Union befreien wollen. So könnten die Sozialdemokraten ihr Interesse an der FDP glaubhaft untermauern. Auch darum würde es sich lohnen zu kämpfen.

Patrick Horst, 45, lehrt Politikwissenschaft in Hamburg

(Aus der Meinungsseite der Wochenzeitung DIE ZEIT Nr. 29 /09)


Gerechtigkeit für die SPD!

Interessanter Artikel aus der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 9. Juli 2009:

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